Kurz zu mir – als Künstler

 

Am Ende meiner Schulzeit stand ich vor einem Dilemma: Interessiert an philosophischen Themen und voller Begeisterung im künstlerischen Schaffen, musste ich mich entscheiden, welche dieser beiden Disziplinen ich im Studium vertiefen wollte.

Mir schien es sinnvoller, Philosophie zu studieren, da ich befürchtete, ein Kunst-Studium würde meine eigenen Ideen zu stark beeinflussen.

Die Erhaltung des eigenen Stils schien mir damals im künstlerischen Bereich wichtiger als im Bereich der Philosophie, in dem ich sehr gerne von vorher Gedachtem profitiere. Nietzsche, Heidegger, Merleau-Ponty, Sartre und Foucault sind dabei meine ersten „Ansprechpartner“.

Das aufgenommene Studium, das ich 2006 mit einer Arbeit über Intersubjektivität abschloss, sollte jedoch mein künstlerisches Schaffen nicht bemsen, sondern vielmehr meiner Kunst als Fundament dienen.

Die Philosophie ist während meiner Arbeit zugleich Prolog und Epilog.

Die Produktion ereignet sich so gesehen als Drama.

Zwischen Philosophie und Kunst, Theorie und Praxis, Wort und Bild, Gedanke und Ausdruck entstehen Bilder der Unschärfe – werden Zwischen-Räume frei, die neue Blickwinkel auf alte Fragen generieren.